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Tourismus

05.06.2006

Estland ist ein Land mit einem sich rasant entwickelnden Tourismus. Als Ergebnis der fremdenverkehrsfreundlichen Politik kommen jedes Jahr doppelt so viele Besucher nach Estland wie Estland Einwohner hat.

Port of Tallinn Endla raba Toonekured

Im Folgenden wird Ihnen eine Vision vom Tourismusland Estland vermittelt in der Hoffnung, dass auf den gewundenen kopfsteingepflasterten Straßen der Tallinner Altstadt in Zukunft noch häufiger die wohlklingende Sprache von Goethe und Schiller zu hören ist.

Eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten Estlands ist die spannende Symbiose aus Geschichte und Gegenwart. Zunächst werden die Anreisenden von der zeitgenössischen Architektur, bequemen Hotels, gemütlichen Cafés sowie modernen Galerien überrascht. Die reichhaltige Geschichte mit all ihren Windfahnen sowie Schloss- und Kirchtürmen, mit roten Dächern und Steingärten wird zur Wirklichkeit. Schon im Mittelalter war Estland ein integraler Bestandteil des europäischen Kulturraumes, und der Handel über die estnischen Häfen ließ den Wohlstand und den Bekanntheitsgrad dieser Region ansteigen. Eine dieser jahrhundertealten Hafenstädte ist Tallinn, die Hauptstadt Estlands, die gewiss für sich schon eine einzigartige Sehenswürdigkeit ist.

Tallinn gehört zu den wenigen Städten, die immer noch von einer echten, gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer umgeben sind. Das Flimmern von Fackeln und Laternen auf dem Kopfsteinpflaster, der Sonnenuntergang auf den Gebäuden des 16. Jahrhunderts, der Blick von den Höhen des Dombergs auf die See, aber auch das tägliche Straßenbahngeklapper, lärmende und lustige Handwerksmärkte, ein gemütliches Gespräch in den Straßencafés, Festivals voller Leben und eindrucksvolle Altstadttage; all das ist Tallinn. Die Tallinner Altstadt, die im Jahre 1997 in die von der Unesco geführten Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde, ist märchenhaft und faszinierend wie eine tausendjährige Stadt sein muss. Die Menge der Touristen in Tallinn spricht für sich und betont auch die aus alten Zeiten erhalten gebliebene freundliche Atmosphäre, Anziehungskraft und Gastfreundschaft der Stadt.

Wenn man im Sommer nach Estland kommt, darf man nicht vergessen, dass sich die Sommerhauptstadt ganz offiziell in der Stadt Pärnu befindet. Pärnu atmet und lebt vom Sommer und für den Sommer, manchmal hat man das Gefühl, dass Estnisch auf den Straßen der winzigen, jedoch sehr gut erhaltenen Altstadt seltener zu hören ist als die finnische, englische, deutsche oder französische Sprache. Pärnu und Haapsalu, deren einzigartiges Mikroklima sich äußerst heilsam auf den gesamten menschlichen Organismus auswirkt, waren auch die Lieblingsurlaubsorte der letzten russischen kaiserlichen Familie der Romanows und ihrer Verwandten. Als bekannte Kurorte sind Pärnu und Haapsalu die Fahnenträger des traditionellen, seit langem in Estland verwendeten Heilschlamms. Ein supergünstiges Verhältnis von Preis und Qualität sowie ein traditionell gutes Dienstleistungsniveau und die estnische Gastfreundschaft locken jedes Jahr tausende von Touristen in die modernen Moorbäder und Sanatorien, die hier auch nach den belebenden Behandlungen alle möglichen Freizeit- und Vergnügungsangebote vorfinden.

Die estnische Westküste mit ihren malerischen Wäldern, schimmernden Gewässern, einfachen, aber Augenfreude bereitenden Gebäuden mit Strohdächern, Burgen und alten Ruinen ist ebenfalls unwiderstehlich schön. Die estnischen Inseln mit ihrer geheimnisumwitterten Geschichte sowie ihrer einmaligen Natur und Landschaft haben alle entzückt, die hierher gekommen sind. Hiiumaa, eine von den zwei größeren estnischen Inseln, ist als alte Landungsstelle der Piraten voller Legenden und Mythen. Es ist ein Paradies für Wanderer, Radfahrer und für diejenigen, die gerne am Strand liegen. Unberührte Natur, Leuchttürme, Ruinen der jahrhundertealten Bauwerke sowie Denkmäler aus dem Zweiten Weltkrieg sind überall auf dieser echten Perle in der Ostsee zu finden.

Die größte Insel Saaremaa, deren Hauptstadt die in der gesamten Gegend am besten erhaltene Bischofsburg aus dem 14. Jahrhundert schmückt, ist gleichfalls eine Sehenswürdigkeit. Außer als Tourismusmekka ist die Insel auch als Kurort und Heilschlammzentrum bekannt.

Als estnische Studentenstadt gilt die Hauptstadt von Südestland, Tartu. Die im Jahre 1632 gegründete Universität Tartu war jahrhundertelang die Wiege und das Symbol der estnischen nationalen Bewegung. Von Tartu liegt nur einen Katzensprung entfernt das populärste Skizentrum Estlands, Otepää, wo Welt-Cup-Wettbewerbe im Skilanglauf durchgeführt werden. Im Sommer ist Otepää mit seiner abwechslungsreichen Hügellandschaft und mit seinen 130 Seen ein herrlicher Ort für Wanderungen und Urlaub.

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