INVESTIEREN SIE IN ESTLAND - in die Spitzenwirtschaft der EU

14.09.2007
In Estland, einem der kleinsten Mitgliedstaaten der Europäischen Union, waren in den vergangenen zwei Jahren die Zahlen des Wirtschaftswachstums zweistellig. Mit solch einem Zuwachs gehört Estland zweifellos zu den am schnellsten wachsenden Wirtschaften der Europäischen Union.
Ein großer Anteil an diesem Erfolg ist der stabilen Währung zuzuschreiben, die auf dem System des Währungskomitees aus dem Jahre 1992, der Liberalisierung der Preise, dem Abbau staatlicher Subventionen, der schnellen Privatisierung und vor allem auf einem sehr liberalen Steuer- und Investitionsregime basiert. Um Unternehmen zum Ausbau ihrer Geschäftstätigkeit zu ermutigen, wurden alle Reinvestitionen von der Körperschaftssteuer befreit. Nur der verteilte Gewinn bzw. Dividenden werden einheitlich mit dem Steuersatz von 22 % besteuert, der stufenweise bis zum Jahr 2011 auf 18 % gesenkt werden wird.
Verwaltung des Fortschritts
Klein ist fein – kleine Wirtschaften lassen sich leicht verwalten. Estland verfolgt eine sehr liberale Wirtschaftspolitik mit minimaler Einmischung des Staates in das Geschäftsleben. In Estland gibt es keine Subventionen für geschäftliche Aktivitäten. Dafür versucht der Staat den Anreiz, den das Geschäfts- und Investitionsklima bietet, aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln.
Die Nähe zu den nordischen Ländern, die bestens durch ihre Innovationen auf dem Gebiet der Technologie- und Telekommunikation bekannt sind, hat sich gut auf Estland ausgewirkt, und so gehört Estland hinsichtlich der Infrastruktur seiner Telekommunikationswege zu den bestentwickelten Ländern in Europa. Es ist kein Wunder, dass derartige Erfindungen wie Skype gerade aus Estland kommen. Das 300-köpfige Entwicklungsteam von Skype befindet sich in Tallinn.
Als Faustregel gilt, dass alle wirtschaftlich starken Sektoren Skandinaviens auch in Estland stark entwickelt sind. Besonders enge grenzüberschreitende Beziehungen bestehen in der Forstwirtschaft, im Maschinenbau und im Bereich der Telekommunikations- und Finanzdienstleistungen.
Anschluss an die Eurozone
Die zuletzt zweistellige Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts hat eine Zunahme der Inflationsrate auf etwa 4 % mit sich gebracht. Aufgrund der recht hohen Weltmarktpreise für Erdöl ist es unwahrscheinlich, dass Estland den sog. Maastricht-Inflationskriterien entsprechen wird, um im Jahr 2009 der Eurozone beizutreten. Die Regierung erörtert derzeitig eine Verlängerung des endgültigen Termins auf das Jahr 2011. Alle weiteren dafür notwendigen Kriterien erfüllt Estland schon heute.
Da wir bereits die Währungskommission haben und die estnische Krone an den Euro angebunden ist, können wir sagen, dass Estland theoretisch in der Eurozone angekommen ist. Anstelle des Euros besitzen wir nur andere Scheine, die Kronen heißen. Investitionsmöglichkeiten in Estland
Estland ist bestrebt, sich zu einem geeigneten Standort für nordeuropäische Finanzdienstleistungen zu entwickeln. Neben dem Bankensektor, auf dem ausländische Banken bereits dominieren, ist Estland attraktiver Standort für die Aktienverwaltung sowie für unterschiedliche Finanz- und Back-Office-Dienstleistungen. Die Finanzzentren dieser Welt kämpfen untereinander auf den verschiedensten Gebieten, von Steuersätzen, Infrastruktur bis hin zur gebotenen Lebensqualität. Tallinn, als Hauptstadt Estlands, kann diesbezüglich einmalige Möglichkeiten auf wettbewerbsfähigem Kostenniveau bieten.
Hier gibt es auch ausreichend Möglichkeiten für die Entwicklung von Handels- und Industrieimmobilien. So ist zum Beispiel plötzlich die Nachfrage nach Büroflächen sehr stark angestiegen.
Darüber hinaus gewann Estland einen für seine Verhältnisse großen Marktanteil am im Ausbau befindlichen Geschäfts- und Freizeittourismus. Im Jahr 2006 erreichte zum Beispiel die Zahl ausländischer Besucher Estlands, in dem nur 1,36 Millionen Einwohner leben, etwa 3 Millionen.
Der wichtigste Tourismusmagnet ist Tallinn, die älteste Hauptstadt Nordeuropas, das eine lange Architekturgeschichte hat: Bis in die letzten Jahre des 19. Jahrhunderts war die Oleviste-Kirche in Tallinn das höchste Gebäude Europas; die älteste Apotheke der Welt befindet sich seit dem Jahr 1422 auf dem Rathausplatz von Tallinn. Im Jahr 1994 wurde die Altstadt von Tallinn in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen.
Sie müssen nicht bis zum Nordpol bzw. zum Ende der Welt reisen, um nach Estland zu kommen. Das Land liegt hier, in Europa, an den Ufern der Ostsee. Ein Flug aus Frankfurt oder London in die Hauptstadt Estlands dauert zweieinhalb Stunden, aus Kopenhagen anderthalb Stunden und aus Helsinki nur eine halbe Stunde. Darüber hinaus sind zwischen Tallinn und Helsinki täglich über 30 Schiffe und Schnellboote unterwegs.
Andrus Viirg Wirtschaftsförderung Estlands (Enterprise Estonia)
 
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