Deutsch
Eesti English
Estland » E-Estland »

E-stland

14.09.2007

  • 65 % der Bevölkerung (im Alter von 6-74 Jahren) haben Zugang zu einem Internetanschluss (E-Track Survey, TNS EMOR, Frühjahr 2007).

  • 46 % der Haushalte verfügen über einen Internetanschluss.

  • Alle estnischen Schulen haben Internetzugang.

  • Es gibt über 700 öffentliche Internetpunkte in Estland, 51 pro 100 000 Einwohner (das bedeutet eines der dichtesten Netzwerke in Europa).

  • Neben den öffentlichen Internetpunkten ist es Inhabern von Laptops an mehr als 1000 öffentlichen Orten möglich, schnelle Wireless-LAN-Zugänge zu nutzen, und diese Möglichkeit ist an vielen Orten sogar noch kostenlos. Die Zugangsmöglichkeiten an öffentlichen Punkten mittels Wireless-LAN nehmen zu, heute bestehen diese Möglichkeiten in allen Landkreisen.

  • Es ist möglich, die Einkommensteuererklärung über das Internet bei der Steuerbehörde einzureichen. Im Jahr 2007 wurden mehr als 80 % der Einkommensteuererklärungen auf diese Weise eingereicht.

  • Die Ausgaben der Regierung können im Internet in Realzeit verfolgt werden.

  • Im August 2000 führte die Regierung Estlands als weltweiter Pionier ihre papierlosen Kabinettsitzungen mittels eines vernetzten Dokumentationssystems ein.

  • 76 % der estnischen Internetnutzer tätigen ihre täglichen Bankgeschäfte via Internet (E-Track Survey, TNS EMOR, Dezember 2005).

  • Mitte 2007 gab es 123 Mobiltelefon-Abonnenten pro 100 Einwohner (Quelle: Kommunikationsamt).

  • Estland ist flächendeckend mit digitalen Mobilfunknetzen versorgt.

Der Studie The Global Information Technology Report 2006-2007: The Network Readiness of Nations, www.weforum.org zufolge belegt Estland unter 122 Staaten hinsichtlich seiner Bereitschaft zur Anwendung der Informationstechnologie zwecks Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung Platz 20. Estland ist auf diesem Gebiet den anderen mittel- und osteuropäischen Staaten nach wie vor überlegen.

Im Auftrag der Europäischen Kommission wurde im Jahr 2006 die Online-Verfügbarkeit von Dienstleistungen der Öffentlichen Hand in der EU untersucht. Der E-Government-Studie zufolge belegte Estland bei den online abrufbaren öffentlichen Serviceleistungen nach Österreich Platz 2.

Das wichtigste Rahmendokument der staatlichen Politik im Bereich der Infotechnologie ist der "Entwicklungsplan der Informationsgesellschaft Estlands 2013", das die allgemeinen Grundlagen, Ziele und Tätigkeitsbereiche festlegt. Es sind eigens Regierungsbehörden gegründet worden, um das IT-Budget des Staates, die Gesetzgebung und die internationale Zusammenarbeit zu koordinieren und die Umsetzung konkreter Projekte zu leiten.

Im Jahr 2001 wurde das zentrale Datenaustauschsystem "X-Road" ("X-Tee") eingeführt, das heute 67 Datenbanken und 687 unterschiedliche Services verbindet. Die Services von "X-Road"  werden von 392 Behörden und Unternehmen benutzt. Obwohl das System eine immer größere Anzahl von Services miteinander verbindet, bietet es bis heute ein bequemes und sicheres Umfeld, das es dem Bürger ermöglicht, persönliche Informationen in unterschiedlichen nationalen Datenbanken abzurufen.

Im Jahr 2005 wurde das Programm "Dorfweg 3" ("KülaTee 3") ins Leben gerufen, dessen Ziel es ist, der Bevölkerung in ländlichen dünn  besiedelten Regionen eine Internet-Standleitung zu verschaffen. Man geht davon aus, dass dadurch die Anzahl der Internetnutzer zunehmen und die so genannte digitale Kluft zwischen der Stadt- und Landbevölkerung verschwinden wird.

In den Jahren 2002-2004 fanden in ganz Estland Computer- und Internetkurse für Erwachsene statt. Im Rahmen dieses weltweit einmaligen und ausschließlich durch Privatkapital finanzierten Schulungsprojektes "Schau in die Welt" wurden 102 697 Bürger, d. h. 10 % der volljährigen Bevölkerung Estlands, weitergebildet. Meinungsumfragen zeigten, dass über 70 % der Teilnehmer nach dem Schulungsabschluss das Internet nutzten.

Im Jahr 2006 schlossen die vier größeren Partner des Projekts "Schau in die Welt" in Zusammenarbeit mit dem Wirtschafts- und Kommunikationsministerium eine Kooperationsvereinbarung "Computersicherheit 2009", deren Ziel es ist, Estland bis zum Jahr 2009 zu der sichersten Informationsgesellschaft der Welt auszubauen.

Das wichtigste Ziel der Initiative ist es, auch zukünftig die Sicherheit und Verlässlichkeit der Online-Services und Online-Lösungen, die zum estnischen wirtschaftlichen Erfolg maßgeblich beigetragen haben, zu gewährleisten. Damit soll das Vertrauen der Bürger und Bürgerinnen in die Online-Dienste gestärkt und die Fähigkeit vergrößert werden, mit dem Staat online einen Dialog zu führen. Zugleich soll das Bewusstsein für die im Internet lauernden Gefahren und für die Möglichkeiten, sich davor zu schützen, geschärft werden. Viel Wert wird darauf gelegt, die Möglichkeiten der elektronischen Benutzung der ID-Karte besser zu veranschaulichen. Weitere Nachrichten, Anleitungen und Informationen sind im Infoportal www.arvutikaitse.de enthalten.

Seit 2003 können alle Schulen das webbasierte Kommunikationsportal für Schule und Zuhause "E-Schule" ("eKool") benutzen. Ziel der E-Schule ist es, die Eltern aktiver in den Lehrprozess miteinzubeziehen, die Lehrinformationen für Kinder und Eltern zugänglicher zu machen und die Arbeit der Lehrer und Schulleitungen zu unterstützen. So können anhand der "E-Schule" die Noten und Fehlstunden der Schüler, die Stundeninhalte und Hausaufgaben sowie die Einschätzungen der Schüler durch ihre Lehrer am Ende der Lehrperiode eingesehen werden. Die "E-Schule" wird bereits von 220 estnischen Schulen benutzt.

Estland vermittelt seine Erfahrungen im Bereich der E-Regierung auch anderen Staaten. Die E-Regierung-Akademie (E-Riigi Akadeemia, www.ega.ee) hat bis heute über 500 Teilnehmer aus 32 Staaten geschult, darunter sind zum Beispiel Afghanistan, Albanien, Andorra, Armenien, Aserbaidschan, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Georgien, Indien, Kanada, Kasachstan, Kirgisien, Kroatien, Kuba, Mazedonien, Moldau, Mongolei, Montenegro, Namibia, Rumänien, Senegal, Serbien, Sri Lanka und Tadschikistan.

ID-Karte
Nach dem Stand vom Juli 2007 besaßen beinahe 950 000 Einwohner Estlands (70 % der Bevölkerung) eine ID-Karte. Die estnische ID-Karte dient als Personalausweis, innerhalb der Europäischen Union auch als Reisepass und ist das wichtigste Mittel zur Personenidentifizierung bei der Nutzung der öffentlichen elektronischen Dienstleistungen. Des Weiteren kann man damit eine eigene digitale Signatur erstellen, eine Busfahrkarte kaufen und an den Wahlen teilnehmen.

E-Wahlen
Im Oktober 2005 konnten die Einwohner Estlands zum ersten Mal, ohne ihr Haus zu verlassen, an den Kommunalwahlen teilnehmen. Bei der Abgabe der elektronischen Stimme musste sich der Wähler mittels seiner ID-Karte identifizieren. Auch bei den Parlamentswahlen im Frühjahr 2007 war es möglich, wird die Möglichkeit bestehen, die Stimme per Internet abzugeben, und 5 % der Wähler hat diese Möglichkeit auch benutzt.

Mit Hilfe des Mobilfunks wurde eine neue Zahlungsform entwickelt. Die zwei größten estnischen Banken - Hansapank und SEB Ühispank bieten seit November 2002 die Möglichkeit, Zahlungen über Mobilfunk zu tätigen. Nach dem Stand vom Juli 2007 können über Mobilfunk an mehr als 1 700 Orten Zahlungen vorgenommen werden, darunter in Motels, Schönheitssalons, Geschäften, Taxi- und Gastronomieunternehmen. Diese Orte erkennt man an dem blaugelben Aufkleber mit der Aufschrift "Zahl mit Handy".

M-Parken
Mit dem Mobiltelefon kann auch für das Parken gezahlt werden (M-Parken), indem man anruft oder eine SMS sendet. Zur Information des Parkplatzwächters wird ein entsprechender Aufkleber für das M-Parken an die Windschutzscheibe oder an die rechte  Fensterscheibe des Fahrzeuges geklebt.

TopBack

© Botschaft von Estland in Wien Wohllebengasse 9/13, 1040 Wien, Österreich, Tel. (43 1) 50 377 61, E-Mail: Embassy.Vienna@mfa.ee