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Zeittafel der Geschichte Estlands


Das jetzige estnische Gebiet wurde von den ersten Stämmen vor etwa 11 000 Jahren besiedelt, nachdem der zurückweichende Gletscher dies ermöglichte.

Erste Hälfte des 13. Jahrhunderts
Im 12. Jahrhundert wird die Ostseeregion zum Gebiet der Kreuzzüge. Estland wird Anfang des 13. Jahrhunderts infolge der gemeinsamen Anstrengungen der deutschen und dänischen Kreuzritter christianisiert.

14. Jahrhundert
Die Ostseeregion ist geprägt von der Vorherrschaft der Hanse, der viele estnische Städte angehören, darunter Tallinn (Reval), das sein Stadtrecht schon im Jahre 1248 erhält.

Erste Hälfte des 16. Jahrhunderts
Die Reformation erreicht Estland, das von nun an dem lutherischen Kulturraum angehören wird.

Zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts, 17. Jahrhundert
Ab 1558 wird das estnische Gebiet zu einem Kriegsschauplatz der Dänen, Schweden, Russen und Polen. Als Sieger geht daraus Schweden hervor, unter dessen Herrschaft Estland bis Anfang des 18. Jahrhunderts verbleibt. In Tartu wird die erste estnische Universität gegründet (1632).

18. Jahrhundert
Im Laufe des Nordischen Krieges fällt das estnische Gebiet unter russische Herrschaft (1721). Durch die Eroberung Estlands schafft Peter der Große für Russland ein Fenster nach Europa.

19. Jahrhundert
Wie in ganz Europa, beginnt auch in Estland die Zeit des nationalen Erwachens. Im Jahre 1862 erscheint die Volksausgabe des Epos „Das Lied vom Sohn des Kalew” („Kalevipoeg”).

1918
Am 24. Februar wird die Republik Estland ausgerufen. Vorerst bleibt dies ein Beschluss auf dem Papier. Die eigentliche Unabhängigkeit wird im Freiheitskrieg (1918-1920) erkämpft, die durch den Friedensvertrag mit dem sowjetischen Russland gekrönt wird.

1918-1939
Der ersten unabhängigen Republik Estland gelingt es, mit allen bedeutenden Staaten offizielle Beziehungen aufzunehmen und sein Vorhandensein im Bewusstsein der Europäer zu festigen. Die Eigenstaatlichkeit wird durch den zwischen der Sowjetunion und Nazi-Deutschland im August 1939 geschlossenen Vertrag jäh beendet.

1939-1991
Nach der sowjetischen Okkupation im Jahre 1940 ist Estland von 1941-1944 Teil des Nazi-Imperiums. Im Herbst 1944 wird Estland von der Sowjetunion annektiert. Ein großer Teil der Bevölkerung geht ins Exil. Viele werden nach Sibirien deportiert; die Übrigen versuchen, sich der neuen Situation anzupassen.

1991
Nach der sogenannten singenden Revolution (Sommer 1988) gelingt es Estland, die staatliche Unabhängigkeit im August 1991 wiederzuerlangen.

2004
Seit dem 29. März ist Estland Mitglied der NATO und seit dem 1. Mai Mitglied der Europäischen Union.

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